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Wir Flieger auf der ganzen Welt haben alle eine große Aufgabe:
Das, was wir hoch oben erleben dürfen, auf die Erde hinunter zu tragen.
Dort oben nämlich gibt es keine Grenzen, keine Völker, keine Sprachen - dort oben bilden alle eine Einheit.
Der einsame Flug in dieser grenzenlosen Weite hat unsere Seelen zu Brüdern gemacht.
Möge das Fliegen der Welt zum Frieden verhelfen!

Hanna Reitsch aus "Fliegen mein Leben"

Fliegerdenkmal Wasserkuppe

Thomas Reinhard
Drachenflug und Sternenfahrt

eine Zeitreise

 

306 Seiten mit zahlreichen Fotos
12,- €

in Erinnerung an Ali und Ralle

Es war nach Flemings immerwährenden Party an der Einschlagstelle, als Papillon, Flamingo und andere verrückte Vögel auf der Kuppe landeten. Es war die Zeit, als der Rhöngeist wieder erwachte, der Wind frisch und wild war, und die am Fliegerdenkmal versammelten alten Adler sich mit feuchten Augen der Jahre erinnerten, als der wilde Geselle auch ihnen ins Gesicht blies.
Für zwei Brüder wird der Traum vom freien Fliegen Wirklichkeit. Sie lernen, sich von der Erde zu lösen, bauen sich ein eigenes Fluggerät und bereisen - ihre Gleiter auf dem Dach eines alten Feuerwehrautos verzurrt - die Drachenfluggebiete Europas.
Sie tummeln sich im Starkwind der britischen Insel, segeln über den Dünen von Arcachon und starten mit ihren englischen Freunden von den Picos de Europa.

Papillon 1976 - Gleitschirm  2000 supine 1977 - prone 1980 stall Hahnenklee -Kitzbühl

Im zweiten Teil seiner persönlichen Fliegergeschichte, die zugleich eine Geschichte der Drachenflugentwicklung ist, erinnert der Autor an den Flugpionier Otto Lilienthal und seine Vision vom völkerverbindenden Fliegen. Er fragt nach der Mitverantwortung des Fliegers und Menschen für sich und seinen Planeten: "Was bringt es, wenn wir wie die Adler um die Welt fliegen und bei der Rückkehr feststellen müssen, daß unser Horst zerstört und unser Land verbrannt ist?" Natodoppelbeschluß, Saurer Regen und Tschernobyl: der Einsatz für Frieden und Umwelt verlangt Mut und Leidenschaft wie das Fliegen.
22 Jahre später steht der Rhönindianer noch einmal auf der Kuppe: unter einem Drachensegel, konzentriert auf den Anlauf.

Himmelsleiter - Himmelsstürmer Starwar  - Blalance 1986 Aeolsharfe - Sunspot Sternenkarussell 1980  Wenzel Hablik: Sternenhimmel 1909

Nicht allein die Schwerkraft, auch sich selbst überwinden,
das Dunkel und die Zerissenheit, unter der wir leiden.
Fliegen heißt doch: sich im Einklang mit der Schöpfung zu wissen; der Sonne, dem Licht näher zu sein.

Drachenflug und Sternenfahrt

Gebaflieger-Buchtipp

Prädikat: Fünf Sterne am Fliegerhimmel! Sehr zu empfehlen!
Dieses Buch mit Lebenserinnerungen und vielen Bildern aus der guten alten Hippi-Zeit sollte man unbedingt gelesen haben!
Es berichtet davon, wie die Fliegerei noch Lebensart, Leidenschaft und eigenverantwortetes Abenteuer in Einklang mit Natur, Weltpolitik, Frau, Familie und den Kindern war. Die heutige, geist- und seelenlose Ego-Funsportgesellschaft kann nicht nur wegen ihrer kommerziell durchorganisierten Struktur davon meilenweit davon entfernt sein!
Must Read.

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Stationen einer Leidenschaft:

1976 meine ersten Laufversuche am Südhang der Wasserkuppe, den Blick durch die Unterverspannung auf den Horizont gerichtet. 7 Kilometer voraus: das Dammersfeld mit Hessens höchstgelegener Ortschaft, Dalherda;
der Ort auf unserem Planeten, auf dem ich 25 Jahre zuvor gelandet war. Auf der anderen Seite des Fuldatals: der Vogelsberg. Drei Tage zuvor war dort das bezaubernde Wesen eines anderen Planeten eingeschwebt. Siebzehn Jahre später kreuzten sich unsere Bahnen und seither reisen wir gemeinsam staunend durchs Leben.

Blick vom Westhang nach Dalherda 1951

1977, unser dritter Stern hatte inzwischen angekoppelt, bastelte ich an meiner Diplomarbeit und baute in einem leeren Kornspeicher den Fledgling nach Plänen von Klaus Hill. Mit Unterstützung meiner Crew gelang der Spagat zwischen Himmel und Job und den anderen irdischen Dingen.

Im Mai 1988 passierte mir das, was schon vielen, die sich ein Leben ohne die Fliegerei nicht mehr vorstellen konnten, passiert war: ruhiger Abendflug mit Nullschieber, lautete der letzte Eintrag in meinem Flugbuch. Die Leidenschaft, die mich jahrelang umgetrieben hatte, war langsam und fast unmerklich eingeschlafen Ich hatte den Fliegerbazillus besiegt (dachte ich) und stürzte mich auf die Herausforderung, die Leichtigkeit des Fliegens auch auf die Erde zu bringen. Zehn Jahre später bezwangen wir mit dem Solarmobil el Duo piano die Kasseler Berge; im Schlafanhänger einen ausrangierten Fallschirm (zusammen mit 20 Bambusstangen ein kleines Zirkuszelt!)

Es zog uns in die Rhön zurück.

Auf der Kuppe stand nur noch eine einzige Radarkuppel, und am Schlagbaum vor der Wache lümmelten statt kaugummi- kauender GIs zwei Bundeswehrsoldaten. Vor dem Zaun mit dem dreifachen Stacheldraht, Alptraum jedes Drachen- und Gleitschirmpiloten, lag im grünen Gras ein leuchtend roter Moyes Mars und nach einigen Bauchlandungen am Südhang hatte ich es wieder drauf.
Mit dem Fliegen ist es wie mit dem Fahrradfahren: man verlernt es nicht und es macht süchtig.

Wasserkuppe 2006

happy landing wünscht Thommy seinem sten Besucher

The Day the Wall Came Down                                          Geschenk des amerikanischen Volkes zum 50. Jahrestag der Luftbrücke,  Berlin - Zehlendorf Ikarus 1588   Hendrik Goltzius

Was bedeutet Freiheit für mich?
Leserumfrage der BZ im Feb.05

Wenn das Leichte so schwer ist
ein philosophischer Aufsatz von
Gert Mattenkott

Literatur

links:

eine umfangreiche Fliegerliteratursammlung, Fliegergedichte und -lieder auf
Gaby's Segelflugseite

eine interessante Linksammlung zu Flugenthusiasten beim Lilienthalexperten
Stephan Nitsch

Fliegertagebuch des "Genußfliegers"
Manfred Laudahn
über 1000 Seiten und fast täglich neue Bilder + Geschichten vom Fliegen

 

 

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